SPD Westerburger Land

SPD Westerburger Land

Dem Wald eine neue Zukunft zu geben ist eine Herkulesaufgabe

Veröffentlicht am 26.08.2020 in Pressemitteilung

Waldbesitzer brauchen neben den Erlösen aus dem Holzverkauf eine weitere Einnahmequelle

Kommunaler Waldbesitz spielt in Rheinland-Pfalz eine große Rolle, rd. 47% der gesamten Waldfläche gehören landesweit den Städten und Gemeinden. Im Westerwaldkreis ist dieser Anteil noch deutlich höher, in der Verbandsgemeinde Hachenburg zum Beispiel ist der Anteil fast doppelt so hoch und liegt bei 80%.

Bedingt durch die Klimaveränderungen, die zu weniger Niederschlag und höheren Temperaturen führen und unter Anderem zu diesem massiven Borkenkäferbefall der Fichte geführt hat, stehen die Gemeinden mit ihren Wäldern vor massiven Herausforderungen. Der Westerwald ist aktuell die am stärksten betroffene Region in Rheinland-Pfalz.Daher hatte der heimische Landtagsabgeordnete Hendrik Hering die Ortsbürgermeisterinnen und Ortsbürgermeister seines Wahlkreises bereits zum zweiten Mal eingeladen, um über die prekäre Lage in den kommunalen Wäldern zu reden und über die aktuellsten Entwicklungen zu informieren. Den Vertretern der Gemeinden standen  Dr. Jens Jacob, den Abteilungsleiter Forst im Mainzer Umweltministerium, die örtliche Leiterin des Forstamts Hachenburg, Frau Monika Runkel sowie den forstpolitischen Sprecher der SPD-Landtagsfraktion, Nico Steinbach, zum Gespräch zur Verfügung.

Die aktuellsten finanziellen Hilfen des Landes, die zusätzlichen Hilfen des Bundes und die weiteren Bedarfe waren die Schwerpunkte der Diskussion. Aber auch die Frage, welche Bäume Zukünftig den Westerwald prägen wurde diskutiert.  

Die neue Forstamtsleiterin von Hachenburg, Frau Monika Runkel zeichnete in ihrem Zustandsbericht ein düsteres, aber realistisches Bild von der aktuellen Situation: „Wir können bei den Fichtenbeständen davon ausgehen, dass sie komplett absterben und in Zukunft die Fichte in unseren Wäldern keine Rolle mehr spielt.“ Aber auch andere Baumarten wie die Buche stehen unter massivem Trockenstress.

Die Gemeindevertreter, Landesforsten und die Politik waren sich darin einig, dass sie gemeinsam klimastabile Mischwälder aufbauen und eine nachhaltige Forstwirtschaft in kommunaler Hand behalten wollen. Die Forstexperten setzen hierbei auch auf die Naturverjüngung und empfehlen, durchaus mit dem Anpflanzen noch zu warten. Es seien derzeit kaum qualitativ hochwertige Setzlinge in ausreichender Stückzahl zu realistischen Preisen zu erhalten. Außerdem benötigen die Kommunen als Besitzer der Wälder für ihre Forstbetriebe zunächst auch Gewissheit, welche Bäume in Frage kommen, wann der beste Zeitpunkt ist, mit dem Waldaufbau zu beginnen und nicht zuletzt auch eine gute Finanzausstattung.

Neben den Einnahmen aus dem Holzverkauf, die durch die aktuelle Situation in den Wäldern so gut wie weggebrochen sind, brauchen die Gemeinden eine weitere verlässliche Einnahmequelle. Dr. Jacob berichtete, dass das Land Rheinland-Pfalz hierzu beim Bund und den anderen Bundesländern eine Initiative mit dem Ziel gestartet hat, eine „Klima-Prämie“ aus der kommenden CO2-Bepreisung den Waldbesitzern zu zahlen. Der Gedanke dahinter ist so einfach wie auch schlüssig: Wenn diejenigen, die CO2 in die Umwelt abgeben dafür zahlen müssen, dann ist es nur folgerichtig, dass die Waldbesitzer, deren Bäume durch die Photosynthese CO2 binden, einen namhaften Betrag pro Hektar Waldfläche ausgezahlt bekommen.  MdL Hering lobte diese Initiative der Landesregierung als einen wirklich pragmatischen und zielführenden Ansatz, der für die Gemeinden wichtige Einnahmen für den Forst bedeuten könne und die die kommunalen Forstbetriebe ein Stück unabhängiger vom Holzverkauf mache. Der SPD-Politiker aus Hachenburg dankte abschließend den Referenten und Gemeindevertretern, dass sie seiner Einladung zur Grillhütte in Marzhausen gefolgt sind und sagte zu, diesen Ansatz einer „Klima-Prämie“ politisch intensiv zu verfolgen und die Gemeinden über die Entwicklung der Gesetzgebung im Bund und im Land auf dem Laufenden zu halten.

Homepage Hendrik Hering, Ihr Abgeordneter für den Westerwald

WebsoziInfo-News

23.05.2024 18:00 Hausarztgänge erleichtern und Versorgung auf dem Land verbessern
Das Bundeskabinett hat am 22.05.2024 den von Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) vorgelegten Gesetzentwurf zur Reform der ambulanten Gesundheitsversorgung beschlossen. Damit soll der strukturelle Notstand von Hausarztpraxen insbesondere in ländlichen Regionen abgefedert werden. Dagmar Schmidt, stellvertretende Fraktionsvorsitzende: „Die gesundheitliche Versorgung der Patientinnen und Patienten muss dringend gestärkt werden. Schon heute haben Menschen Probleme einen Termin beim… Hausarztgänge erleichtern und Versorgung auf dem Land verbessern weiterlesen

20.05.2024 17:17 Unser Land von Bürokratie entlasten
Der Bundestag hat am 17.05. das Bürokratieentlastungsgesetz in 1. Lesung beraten. Damit beginnt das parlamentarische Verfahren, an dessen Ende eine deutliche Entlastung für unsere Wirtschaft und Bevölkerung stehen wird. Esra Limbacher, Mittelstandsbeauftragter und zuständiger Berichterstatter im Rechtsausschuss: „Mit der 1. Lesung im Bundestag starten wir im Parlament in die Beratungen zum Bürokratieentlastungsgesetz. Die Bundesregierung hat… Unser Land von Bürokratie entlasten weiterlesen

14.05.2024 19:47 Dagmar Schmidt zum Mindestlohn
Unser Land ist kein Billiglohnland Bundeskanzler Olaf Scholz hat sich für eine schrittweise Erhöhung des Mindestlohns ausgesprochen. Richtig so, sagt SPD-Fraktionsvizin Dagmar Schmidt. Gerade jetzt sei es wichtig, soziale Sicherheit zu festigen. „Der Vorstoß des Kanzlers zur Erhöhung des Mindestlohns ist absolut richtig. Denn die Anpassung des Mindestlohns in diesem und im nächsten Jahr ist… Dagmar Schmidt zum Mindestlohn weiterlesen

13.05.2024 19:48 Mast/Wiese zum AfD-Urteil des OVG Münster
AfD als rechtsextremistischer Verdachtsfall bestätigt Das OVG Münster hat entschieden: Die Einstufung der AfD als rechtsextremistischer Verdachtsfall durch das Bundesamt für Verfassungsschutz ist rechtmäßig. Eine klare Botschaft für den Schutz unserer Demokratie und ein Beleg für die Wirksamkeit unseres Rechtsstaats. „Das OVG Münster hat klar und unmissverständlich die Einstufung der AfD als Verdachtsfall durch das… Mast/Wiese zum AfD-Urteil des OVG Münster weiterlesen

06.05.2024 16:57 Medienkommission der SPD – Verstöße gegen den Digital Services Act zeitnah und effektiv ahnden
Im Februar 2024 ist der europäische Digital Services Act vollständig in Kraft getreten. Die Medienkommission des SPD-Parteivorstandes setzt sich für eine wirksame Umsetzung ein. Heike Raab und Carsten Brosda erklären nach ihrer Sitzung am 06. Mai 2024 dazu: „Mit dem europäischen Digital Services Act (DSA) sollen Sicherheit und Transparenz im digitale Raum verbessert werden.  Dazu… Medienkommission der SPD – Verstöße gegen den Digital Services Act zeitnah und effektiv ahnden weiterlesen

Ein Service von info.websozis.de