SPD Westerburger Land

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Nachwuchsmangel ist Zentrale Herausforderung für das Handwerk im Westerwald  

Veröffentlicht am 20.09.2024 in Pressemitteilung

In einem intensiven Gedankenaustausch hat der heimische Abgeordnete Hendrik Hering gemeinsam mit Vertretern der Kreishandwerkerschaft, darunter der Vorsitzende Kreishandwerksmeister Rolf Wanja, Hauptgeschäftsführer Michael Braun und Geschäftsführer Martin Reitz, die bestehenden Probleme des Nachwuchs- und Fachkräftemangels sowie die aktuellen Rückzahlungsforderungen der Coronahilfen erörtert.

Das Handwerk sieht sich schon seit Jahren mit erheblichen Herausforderungen konfrontiert. Materialengpässe, Fachkräftemangel und Nachwuchssorgen zählen zu den häufigsten Problemen, die viele Betriebe belasten. Besonders besorgniserregend ist der Fachkräftemangel, der insbesondere Schulabgänger ohne Abschluss betrifft. Rund 40 % dieser jungen Menschen melden sich nicht bei den Arbeitsämtern. Dabei könnte eine Tätigkeitsaufnahme als „Handwerkshelfer“ eine wertvolle Möglichkeit bieten, verschiedene Gewerke auszuprobieren und den passenden Beruf zu finden – eine Chance, die bislang nur unzureichend genutzt wird. 

Besonders für Menschen mit Migrationshintergrund und Sprachbarrieren ist der Einstieg als Handwerkshelfer eine Gelegenheit, praktische Erfahrungen zu sammeln und ihre Sprachkenntnisse zu verbessern, bevor sie in eine Lehre wechseln. Hering betont: „Bei einer Ausbildung mit Migrationshintergrund besteht die Möglichkeit einer zweijährigen Einstiegsqualifikation über die Agentur für Arbeit.“

Allerdings stehen viele Migranten oft vor langen Wartezeiten auf Sprachkurse. Die Handwerksvertreter brachten daher den Vorschlag ein, dass die regionale Wirtschaftsförderung gemeinsam mit der Kreishandwerkerschaft Rhein-Westerwald, deren Bezirk sich über die Kreise Altenkirchen, Neuwied und den Westerwaldkreis erstreckt, sowie den Berufsbildenden Schulen eine verstärkte Sprachförderung aufbauen sollte. Hering will einen Termin für ein Treffen aller Beteiligten mit dem Bildungsministerium organisieren, um neue und effektive Lösungen zu entwickeln. „Eine enge Zusammenarbeit würde allen Seiten nützen: Die jungen Menschen könnten ihre Sprachkenntnisse verbessern, eine berufliche Qualifikation erlangen, und die Betriebe hätten die Möglichkeit, ihren eigenen Nachwuchs zu sichern“, fasst Hering die Vorteile zusammen.

Ein weiteres akutes Problem wurde von den Vertretern der Kreishandwerkerschaft angesprochen: Die wachsenden Rückzahlungsforderungen von Coronahilfen, insbesondere im Friseurhandwerk, werfen Fragen auf. Die Grundlage dieser Forderungen bleibt unklar. Zudem gibt es bei der Umsetzung des Tariftreuegesetzes praktische Mängel. „Wir haben eine Bescheinigung, die digital übermittelt wird, jedoch trotzdem in Papierform nachgereicht werden muss“, erläutern die Vertreter. Hering kündigte an, sich um die Klärung dieser Probleme zu kümmern und seine Unterstützung anzubieten.

Homepage Hendrik Hering, Ihr Abgeordneter für den Westerwald

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